Freitag, 15. Februar 2008

"Aftermath" veröffentlicht 1965, das erste Album mit selbst geschriebenen Songs. Von "Mother´s Little Helper" ein gelungener Seitenhieb auf die damals vom Hausärzten wie Hustenzuckerl verschriebenen Valium etc. Sehr schön, im wahrsten Sinne des Wortes auch "Lady Jane", oder "Out Of Time" übrigens auch veröffentlicht von Chris Farlowe. Bis hin zu "What To Do Now". Ein echtes Stones-Album im Stil der 60er Jahre, mit den Originalbandmitgliedern. Brian Jones, der jedem Instrument in kürzester Zeit rhythmische Töne entlockte. Oder Ian Stewart, ein begnadeter Pianospieler, der nebenbei das Equipment der Stones von A nach B brachte.

Donnerstag, 14. Februar 2008

"Between The Buttons", einer der ungewöhnlichsten Scheiben der Stones. Wenn ich es in eine Schublade stecken müsste, würde es mir sehr schwer fallen. Ein Mix aus Rock, Rhythm´n´Blues, Country, etc. Doch mir hat sie immer gefallen, obwohl sie bei den Kritikern gnadenlos durchfiel. Aber das soll ja nicht das Schlechteste sein, bei der Kritik unangenehm aufzufallen. Das macht ein Produkt doch erst interessant, finde ich. Nur schade, dass es eine U.S. und eine U.K. Ausgabe gibt. Und bei U.K. Ausgabe fehlt das hinreisend gute Stück "Back Street Girl". Dafür bekommt man "Ruby Tuesday". Deshalb kein guter Tausch, da man "Ruby Tuesday" auf mindestens 743 Samblers drauf hat. Naja, man kann nicht alles haben.

Mittwoch, 13. Februar 2008

Die Antwort der Stones auf "Let It Be" der Beatles. 1971 in die Läden gekommen. Einer meiner Lieblingssongs befindet sich auf "Let It Bleed", und zwar "Midnight Rambler". Und auf keinen Fall zu vergessen: "Gimme Shelter" und "Love In Vain", das Letztere geschrieben von einem gewissen Robert Johnson. Über dem es einem sehr guten Film gibt, eine Sage, ja, fast ein Märchen. Der Teufel fragt den Gitarristen , ob er nicht besser Gitarre spielen möchte? Na, klar, war die Antwort! Na gut, war des Satans Antwort, verbunden mit einer Bedingung! Du verkaufst mir deine Seele und du wirst dafür göttlich Gitarre spielen. Ein sehenswerter Film!
Sticky Fingers. Das spanische Cover mit den abgehackten Fingern, aus einer Dose ragend, mit einer klebrigen Masse, passt fast besser, wie das Übliche von Andy Warhol. Obwohl man hier auch eine sehr schöne Metapher findet, wenn man sie finden will. Ein Album, das keine Schwachstellen hat. Hier ist alles gut, bis sehr gut. Von Brown Sugar über Sister Morphine (wo heute noch "gestritten wird, von wem der Text stammt, meiner Meinung nach von Marianne Faithfull, aber damals wurde alles, was im Dunstkreis der Stones getextet, gespielt und gemalt wurde mit dem Stempel "Jagger/Richards“ versehen.
Hier handelt es sich um eines der drei besten Alben überhaupt, wie ich meine. "Blonde On Blonde" von Bob Dylan, das Beatles Album: "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club" und eben "Beggars Banquet".
Brian Jones begann man langsam aber sicher aus der Band zu mobben. Er wurde z.B. mit einer Gitarre in ein kleines Studio gesteckt und das Ganze war stromlos, sozusagen, der erste wirkliche Unplugged-Song. Bezeichneterweise bei dem Titel "Sympathy For The Devil".
Aufgenommen 1971 in Keith´s feuchten Keller in Südfrankreich. Alles ziemlich unprofessionell. Auf dem Markt ist dieses Meisterwerk, übrigens das erste Doppelalbum der Stones, im März 1972 gekommen. Ich kann mich noch erinnern, dass damals auf der Leopoldstraße in München das Cover des Albums überdimensional groß auf eine Hauswand gemalt wurde. Zu München hatten die Stones ohnehin eine ganz spezielle Beziehung. Zum einem nahmen sie des öfteren Songs in Müncheners Studios auf. "Black & Blue" ist z.B. ist in München entstanden. Zum Anderen hatten sie eine Affinität zu den Münchner Mädels, Uschi Obermaier, um nur eine zu nennen. Aber zurück zu "Exile On Main Street". Den feuchtig, dreckigen Keller Keith´s hört man förmlich durch die Songs. Das Album kommt rotzig und frech aus den Boxen. Man hat den Eindruck, das Ganze wurde in einem Durchgang aufgenommen. Wahrscheinlich auch so geschehen.